Anders formuliert: Kameras, die ich nicht mehr besitze oder Kameras, die inzwischen nur noch als Erinnerungsstücke in der Vitrine stehen.
Pure Liebe: Leica Q2 Monochrom
Fakt: Eine gute Kamera macht keinen guten Fotografen. Aber sie erleichtert die Arbeit ungemein, wenn man mit dem System gut zurechtkommt. Sei es die grundsätzliche Bedienung, das Handling, Menüführung oder schlicht und ergreifend: das Gefühl, mit der Kamera zu arbeiten. Und genau dieses Gefühl von “das hier ist meine Kamera, hiermit fühle ich mich wohl” vermittelte mir meine Leica Q2 Monochrom. Um es mit dem Werbeslogan von Leica zu sagen: Das Wesentliche!
Genau diese reduzierte, auf das Wesentliche heruntergebrochene Fotografie war es, die mich so sehr fasziniert hat, dass ich die Leica Q2 Monochrom von 2021 bis Mitte 2025 fast exklusiv genutzt habe. Weder hatte ich eine Tasche voll Objektiven dabei, noch habe ich die Möglichkeit, zu zoomen. Nein: ein fest verbautes 28mm f1.7 Summilux an einer kompakten, aufgeräumten und sehr an die M-Modelle angelegten Vollvormatkamera sind schon fast alles, was ich brauchte. Fast… denn da es eine Q2 Monochrom ist, ist sie eine reine schwarz-weiß-Kamera und daher habe ich auch immer ein paar Farbfilter bei mir.
Mein damaliges Immer-Dabei-Baby: RICOH GRIII
Seit ich sie besaß, war sie wirklich jeden Tag in meiner Tasche: Die Ricoh GR III. Diese kleine, unscheinbare Kamera mit gewaltigem Potential. So klein und unauffällig, dass Streetfotografie zum Spiel wird. Extrem kompakt und rasiermesserscharfe Bilder: 28mm Brennweite (gem. an Kleinbild) bei Blende 2.8, APS-C Sensor. Ein Traum in Hosentaschenformat. Ich verstehe inzwischen, warum sie bei Markteinführung als “King of Street” bezeichnet wurde. Ich habe zur GRIII einen separaten Blogbeitrag geschrieben. Es gibt Tage, da vermisse ich die GRIII. Aber sie hat mich die 28mm Brennweite lieben gelehrt und musste weichen, als ich die Leica Q2 Monochrom kaufte.
Olympus OMD EM-10 MarkII
Die Kamera, die mich wirklich tief in die Fotografie gebracht hat. Klein, kompakt und – auch wenn sie schon ein paar Jahre alt ist – mit 16 Megapixel und 5-Achsen Bildstabilisierung durchaus leistungsstark. Das herunterschwenkbare Display ist unauffällig, so dass sie sich als perfekte Kamera für Streetfotografie bewiesen hat. Für mich war sie der Einstieg in spiegellose Systemkameras und ich hatte extrem viel Spaß und viele gute Bilder mit ihr. Sie musste nur weichen, da ich mir dann die Olympus E-M1 MarkII gekauft hatte.
Olympus Stylus 1
Meine erste “moderne” Kamera, mit der die Liebe zur Fotografie für mich eigentlich so richtig begann: die oft furchtbar unterschätzte Olympus Stylus1 mit beiden Konvertern – sowohl Weitwinkel als auch Telekonverter. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Stylus1 mit Konverter 780mm Kleinbildäquivalent macht…. hui… Die Stylus nutzt zwar “nur” einen BSI-Sensor, ist aber perfekt, um Neulinge in die Welt der Fotografie einzuführen. Und genau das habe ich auch getan: Sie gehört seit 2019 meiner Tochter, die mit ihr regelmäßig fotografiert.